Mittwoch, 22. April 2009

Die Kärntner

Seit kurzem ist das Kärntner Projekt fertig geworden und bereits bezogen.
So schauts aus:

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Dank an Lukas Hüller, der diese hervorragenden Fotos gemacht hat.

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Manuela, Bianca und der Knochenmann

Manuela und Bianca, Medizinstudentinnen aus Graz, berichten von ihren drei Wochen in Ithuba:

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Wir hatten die Köpfe voller Pläne und Visionen und es kam alles ganz anders… Begonnen haben wir nach einer Vorstellungsrunde mit einem Brainstorming zum Thema fünf Sinne. Die Jugendlichen überraschten uns mit ihrem großen Vorwissen. Es kamen bei diesem Brainstorming aber auch Fragen, auf die man sich nicht vorbereiten kann und die man auch nicht planen kann. „Was machen meine Eltern, wenn ich sterbe? Oder warum mag mich keiner?“ Themen, die einen berühren und zum Nachdenken anregen…. Es kommt besser als man denkt….
Die nächsten Unterrichtstage versuchten wir den Jugendlichen die einzelnen Sinne nahe zu bringen. Wir kennen die Atmosphäre auf der Uni, wo eine Frage an die Studierenden gestellt wird und dann die Stille den Raum beherrscht. Bei unseren Jugendlichen wurde der Raum plötzlich lebendig und wir konnten sie kaum noch bändigen. Denn alle wollen mitreden….Es kommt besser als man denkt….
Es ging weiter zu einem neuen Thema. Ein Knochenmaxi (Skelett) sollte entstehen. Wir hatten 13 Vorlagen für jeweils ein Skelett nach Ithuba mitgenommen und die Kleingruppen begannen mit ihrer Arbeit. Nach einer kurzen Erklärung gab es dann nur noch ein Thema: Wer schneidet den Kopf aus, sind alle Oberschenkelknochen da? Und wie sollen die Skelette heißen? Alle wollten mitarbeiten! Ein junger Mann erklärte uns, dass das Skelett seiner Gruppe, das Superman heißt, ihn nun von überall retten würde, weil er ja Superman ist…..“Was soll uns dann noch geschehen, wenn wir von Superman beschützt werden???“ Es kommt besser als man denkt….
Zum Schluss hatten wir noch 2 Tage Zeit und wir konnten den Jugendlichen etwas über Erste Hilfe erzählen. Bei den praktischen Übungen hatten wir genau soviel Spaß wie die Jugendlichen, die versuchten uns oder den Direktor, der sich ebenfalls bereitwillig als „Unfallopfer“ zur Verfügung stellte, zu retten. Es war manchmal chaotisch und laut, aber es war niemals langweilig!!!! Es kommt besser als man denkt….
Zusammenfassend möchten wir sagen:
Die Zeit war zu kurz, um alle Fragen der Kinder zu klären und alle vorbereiteten Themen durch zu gehen. Sie war zu kurz, um in wirklich in Ruhe etwas besprechen zu können. Die Zeit war zu kurz, um alle SchülerInnen wirklich kennen zu lernen. Die Zeit war zu kurz, um ein größeres Thema angehen zu können.
Die Zeit war aber lang genug, um noch bleiben zu wollen und nicht nach Österreich heim zu kehren. Die Zeit war lang genug, um die SchülerInnen ins Herz zu schließen. Die Zeit war lang genug, um mitzubekommen, woran es dort fehlt. Die Zeit war lang genug, um zu verstehen, wie glücklich man mit Kleinigkeiten sein kann. Die Zeit war lang genug, um mit dem „Afrikavirus“ infiziert zu werden. Die Zeit war lang genug, um wieder „nachhause nach Afrika“ zu wollen………

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